Am Ende des Tals gibt es ein kleines Gebiet in der Ebene, dass deutlich von Agrarwirtschaft bestimmt wird (Gewächshäuser und Anbau von Zierpflanzen), die aber heute immer mehr durch den kommerziell-kunsthandwerklichen Sektor ersetzt wird. Der Anbau von Blumen erstreckt sich bis zur Talmitte; weiter talaufwärts findet man dagegen Olivenhaine und Weinberge (unter anderem auch die Rebsorte, aus dem der edle Rossese di Dolceacqua gemacht wird.) Weiter im Norden stößt man immer mehr auf Anzeichen dafür, in den Bergen zu sein: Vorherrschend ist hier zunächst Misch- und Kastanienwald und weiter oben gibt es dann überwiegend Nadelbäume und Buchen. Das Besondere des Oberen Nervia-Tals ist die felsige Gegend am Monte Torraggio und am Monte Pietravecchia. Diese ist von einzigartiger Schönheit und wegen der seltenen Tiere und Pflanzen von großem ökologischem Wert.
In der Mitte des Tals gibt es verschiedene mittelalterliche Dörfer, die fast immer eng um eine Burg gebaut wurden und die noch vollständig ihre Schönheit erhalten haben. Diese Orte- Dolceacqua, Apricale, Pigna und andere- sind traditionell von touristischem Interesse, was in nächster Zeit noch zunehmen wird. Der sozio-kulturelle und wirtschaftliche Austausch mit dem benachbarten Frankreich ist seit jeher lebendig und auch heute sehr aktiv.